Gauklerspiele
Der Freigeist

„Alea iacta est… Die Würfel sind in meinem Leben längst gefallen.“ Murmelt er leis’, dann schaut er auf zu ihr, schaut in ihre Augen und kann plötzlich so viel von seinem Leben in ihnen sehen. Es mag also wohl stimmen, dass die Augen die Spiegel der eig’nen Seele sind, in denen er nun fast versinken könnte, er starrt einfach starr auf sie, und sieht er doch noch immer seine Schwester in ihr, deren Geist er besser kannte als seinen eig’nen, deren Tragödie, mit den höchsten Göttern in der Hauptrolle, nur er kannte. Und doch fragt er sich eben in jenem Moment, wie er es geschafft hatt’, so lang’ ohne sie zu Leben, ohne ihre nähe, ohne ihre Wärme, doch auch die Wärme, die Alathes ihm nun gibt… Sie mag zwar reichen ihm etwas Sonne auf den Augenblick zu spenden, doch brauch’ er doch so viel mehr Zuneigung, so viel mehr Liebe und nicht immer dieser Hass mit dem man ihm begegnet. Wahrscheinlich braucht er viel mehr, als wahrscheinlich alle Menschen zusammen ihm jemals geben können. Seine Familie wurde ihm entrissen, alles was für ihn die Werte seiner Kindheit waren, und doch… ein kleiner Rest seiner Bildung sind trotz der vielen harten Jahre auf der Straße übrig geblieben, so auch seine Lateinkenntnisse, eine Sprache, die ihm schon immer sehr zugesagt hat. – Doch der Götterglaube, den man ihn versucht hat in der Domschule beizubringen, die Religion, die sein Vater angehört hat, war nie die seine gewesen. Er glaubte an die Natur, an die Menschen und das das Göttliche in allem steckt, in jedem Käfer, jedem Wurm… Und Wurm, ja, plötzlich wünscht er sich, dass der kleine regennasse Siegfried hier wär’, das kleine Würmchen, dass er einst beim Zirkusbesuch gerettet hatte, der Moment, als er Aeryn kennen lernen durfte.

Langsam… Nur sehr langsam löst er sich wieder von Alathes, starrt in die dunklen tiefen Wälder, dort wo noch die wildesten Tiere hausen, doch sind das nicht eigentlich zu Menschen, schließlich haben sie das Recht des Stärkeren aufgehoben, sie sind doch diejenigen, die nur noch Geld haben wollen, Reichtum, dafür ist ihnen der Preis doch auch zumeist egal, oder nicht? Sind die wildesten Bestien nicht Wesen wie Ský und Alathes, den Menschen -und denen, die es mal waren- ach! so ähnlich?! Doch dort im Wald gelten noch die Regeln der Natur, nicht die der Menschen und ihrer Herrscher… Dort fühlt er sich teils sicherer als in dieser Einöde von Stadt, doch er weiss, er kann momentan nicht dahin zurück, es wär’ sein Tod. – Ein schweres Schlucken. Auch wenn er’s sich manchmal doch so sehr wünscht, so ist ihm doch bewusst, dass er nicht gehen kann, das ihm trotz all Qualen etwas hier hält und doch… Er weiss nicht, was es ist. – Vielleicht die Tatsache, dass er ein Kind der Straße, ein Kind des Windes ist, der ihn seine unendliche Freiheit leben lässt, der ihn immer weiter treibt, für jenen es einfach nur feig’ wär’, das Leben einfach so zu beenden ohne es vollends ausgekostet zu haben. Und doch ist er allein, einsam und verlassen. Er hat niemanden mehr… Einst verließen alle Wesen in seiner Umgebung ihn, danach begann er, sie zu verlassen, ihnen jenen Schmerz zuzufügen, der er selber oft genug spüren musste, wenn wieder jemand aus seinem Leben gegangen war… Und doch, ihm machte das erschreckend wenig aus, war er doch sonst ein sehr einfühlsamer Typ, dachte er in den meisten jener Momente nur an sich selbst und sein Wohl, einen großen Egoismus legte er damals an den Tag… Doch wo all das geendet hat, sehen wir ja hier, nich’? Er sitzt am Boden, im Schnee, halluzinierend vor Fieber… „Ich glaube nicht, jemanden ..verloren.. zu haben… Ich habe.. sie verloren. Alle…“ leis’ murmelt er, während er noch immer in den Wald starrt. Heißt nicht ein altes Sprich, dass nach Stieren der Wahnsinn kommen würde? Gut, davon ist der Gute wirklich nicht mehr weit entfernt, doch wen kümmert das schon? „Denn dazu müsste ich sterben.“, haucht er noch ergänzend hinzu. Und war’s nicht seine eig’ne Schwester momentan, die ihn im Leben halten wollte, die ihm den Tod gar verbot? Der Kopf wird leicht schief gelegt, ein ebenso schräges Grinsen auf den Lippen.

Ob… Ob er aufstehen konnte? Beeinflusst von den Kräutern, die er noch immer einatmet, würd’ er sich wohl alles zutrauen, sogar den Zweikampf mit einem Titanen… Und die Chance eines Gewinns ist schon im wachen Zustand sehr gering, wenn nicht gar gleich Null, denn so stark wie er manchmal wirken mag, ist der Spielmann nicht. Er hat sich nie mit dem Kampf befasst, nun gut, früher in der Domschule wurde er im klassischen Schwertkampf unterrichtet, aber ob er heut’ noch solche Techniken und Methoden anwenden könnte, weiss er selber nicht… Doch er will’s lieber nicht versuchen, sonst würd’ er sich noch zum Affen machen… Oh, Pardon, der Mann, der sich nun versucht aufzurappeln weiss ja nicht einmal, was ein Affe ist, so will er nicht wie eine schmächtige Maus dastehen, ein Möchtegern, denn dann würd’ er zu jenen Leuten gehören, die er selber verachtet. Und Selbsthass ist wahrlich das letzte, was er nun noch gebrauchen kann. – Als das Gauklerweib ihn hochdrückt, beginnt er sich selber mit hochzustemmen und tatsächlich kann er genügend Kraft aufbringen, damit er kurz darauf auf den eig’nen Füßen steht, doch muss er wahrlich aufpassen, im nächsten Moment, nicht wieder auf dem Boden zu landen… „Was für schöne Sterne!“ murmelt er nebenbei noch sehr leis’, ob’s die and’re versteht, weiss er selber nicht wirklich, aber es drückt seine momentanen Empfindungen aus, ein normaler würd’ dies wahrscheinlich eher beschreiben, dass ihm schwindlig sei, doch was ist an dem Spielmann und seiner aktuellen Situation schon normal?! Und ist normal nicht eigentlich ein Begriff, den man besser abschaffen sollte? So zumindest empfindet er das… Nichts und niemand ist normal, erst recht nicht unter dem fahrenden Volk, da ist jeder etwas besond’res und im Ganzen ergibt es denn ebenjenen faszinierenden Charakter.

Skı Yàron am 16.4.10 23:07


Feuertanz

Das Leben vom Glauben an Übersinnliches beherrscht, welches sich jeglicher Sinneseindrücke entzog: Man bekam's nie zu Gesicht. Konnte es weder riechen, noch schmecken. Kein Laut ging von ihnen aus, der sich nicht nur innerhalb der Köpfe abspielte. Und fassen - Vertrocknetes Holz konnt' man spüren, eis'gen Wind fühlte man auf der Haut, aber die Götter - Nein. 's waren einzig Interpretationen der Völker, die gewisse Dinge als Omen anerkannten .. Der Götterhauch .. Die Strafe des Himmels .. Doch was war's in Wirklichkeit? Die Natur! .. Jeglicher Gedanke an Götterwerk rief beim Mischblut nur ein verächtliches Schnaufen hervor. Natürlich hatten auch die Elfen ihre Bilder dahingehend, verehrten in verschiedenen Regionen unterschiedliche Wesen - Doch sie alle waren im Endeffekt nur eines: Die Welt, die Natur, in ihrer reinsten, unberührtesten Form. Hinzu kam, dass man nicht beim Völkchen in den Wäldern aufgewachsen war, sondern einzig bei der Mutter - Und jene hatte sich vom Glauben abgewandt, kaum dass die Familie sie verstoßen hat'. 's Weiblein hatte sich für ihr Kind entschieden und damit den Pfad verlassen, der ehrbar und rechtens war - Und auch nur das an den Nachwuchs weitergegeben, was ihrer Ansicht nach notwendig war. Götter gehörten nicht dazu - 's Schicksal vielleicht doch. Denn wir wär's sonst zu erklären, dass man nun ausgerechnet zu dieser Zeit das Stadttor erreicht hat'? Konnt' ein Zufall so weit gehen? Oder war's doch beeinflusst von and'rem, was sich nicht definieren ließ, da es dies schlichtweg nicht wollte. Ebenso wenig fassbar, wie es sich mit den sogenannten Göttern verhielt - Oder war's letztlich doch dasselbe? ..

Keine Zeit für derlei Überlegungen, da man einmal mehr mit der Realität konfrontiert wurd' - In diesem Falle jedoch dankbar dafür. Denn so konnt' man rettend das Händchen ausstrecken und vielleicht auch etwas bewirken .. Anders als beim Dunkelhaarigen, den man da vor wenigen Tagen im wahrsten Sinne des Wortes vom Marktplatz aufgelesen hat' - Und der nichts als Misstrauen ans Tageslicht brachte .. War man so wenig vertrauenserweckend? Verflucht! Wieder diese Frage.. Ein kräftiges Schnaufen entfuhr dem Mischblut, während sie mit beinah' ohnmächtig angespannten Gesichtszügen das schwache Gegenüber musterte und die Äuglein doch gleichermaßen vor Leben nur so sprühten - Als wenn sie diese Energie weiterleiten und anstecken wollten. Er musst' es schaffen .. Er war stark, dass hatte man gesehen! Denn er war Spielmann - Und wer konnt' wohl auf dieser Welt glücklich sein, wenn das fahrende Volk bei kaltem Wetter wie die Fliegen starben? Man brauchte sie .. Sie alle .. Jeder von ihnen einander, selbst wenn man unbekannt war und keine Namen wusst' - Das Vertrauen war zumindest bei ihr sofort da. Es stand außer Frage, was sie tat und wie sie zu handeln hatte.. So rümpft sich's Näschen leicht und angestrengt lauscht man den fremdartigen Worten .. Das Latein kann nicht zugeordnet werden, denn man war nie in den Genuss eines Schulbesuchs gekommen.. Unbekannt sind die Worte, ergeben keinen Sinn und malen ihr nur noch mehr Besorgnis ins Antlitz - Denn dass man ernsthaft an seinem momentanen Geisteszustand zweifeln konnt', stand wohl außer Frage.. Umso erleichtert ist's Mischblut deshalb über die darauffolgenden Worte .. Verständlich, wenn auch nicht klar .. Doch zumindest ließ sich daraus Hoffnung schöpfen und hoffentlich auf verbale Weise weitergeben: "Das ist keine Strafe.. Sondern eine Chance! Siehst Du's nicht? .. Die Herausforderung, die Deinen Pfad pflastert und die Dich am Ziel reich belohnen wird - Vielleicht auch durch's Wiedersehen von Menschen, die Du längst verloren glaubtest.." Ein ehrliches, zuversichtliches Lächeln zeichnet sich auf dem Lippenpaar des Gauklermädchens ab und soll die Wärme vermitteln, die er so dringend benötigt..

Im nächsten Moment wird wieder nach seiner Hand gegriffen, bevor die Finger der eig'nen, and'ren sanft über seine Wange fuhren. Man sah die Tränen dort, das Blut an seinen Lippen und dies alles trieb die eig'nen Gedanken zur Eile. Sie durfte keine Zeit mehr verlieren, wenn beiderlei nicht bald gefrieren sollt'. "Ja, ja .. Kannst Du aufstehen? Ich helfe Dir.. Ich werd' nicht von Deiner Seite weichen - Werd' ein Stückchen Frühlingsgrün für Dich finden." Mehr als ein Flüstern ist's Stimmchen nicht, während man auch noch die zweite seiner Hände ergreift und 's eig'ne Gewicht sacht verlagert - Um sich im nächsten Moment hochdrücken zu können und ihn mit sich zu ziehen, sollt' er zumindest ein wenig Unterstützung übrig haben .. Denn zu schwach ist auch's Mädchen, um ihn allein zu heben und zu stützen..

Alathes am 13.4.10 20:20


Der Freigeist

Die Götter haben manchmal wirklich wahnwitz’ge Ideen und sadistische Neigungen. – Sie bestrafen die Menschen, wie es ihnen gerade gefällt, da kann’s egal sein, ob’s fromme Bürger waren oder Mörder. Und wer sich über die Ungerechtigkeiten in diesen Landen aufregen will, der sollte sich zuerst bei den Göttern beschweren, denn jene lebten den Menschen ebenjenes Bild vor… - Heuchlerei, Unterschlagung, kein Wunder, dass die soziale Ungerechtigkeit immer mehr wächst, die Menschen leben auf den Straßen, weil ihnen jegliche Grundlage zum Leben genommen wurde. -. So einst auch dem Spielmann, als sein Vater in den Kerker geworfen wurde, sie enteignet wurden und die Mutter darauf einfach so verschwand, die Kinder sich selbst und ihrem Schicksal überließ. Niemals waren sie wieder gesehen. – Sicherlich, er hat sein Möglichstes getan, um sie alle zu ernähren... Doch was will ein Junge, der gerade erst die 14 Lenze überschritten hat ausrichten? Sie starben ihm unter der Hand weg, waren zu Jung, zu schwach um den Winter zu überleben, ein ebenso harter, wie’s der diesige war. Der Wunsch, hervorgerufen durch all die Erinnerungen, selber einen solchen Tod zu sterben, war groß, doch er wusste selber, dass ihm der Tod verwehrt bleiben würde, bis seine Seele nicht Ruhe gefunden hätte, bis all die Schuldgefühle, der Hass aus ihr gewichen wäre, doch ob das jemals der Fall sein wird? Tief im Inneren weiss er, dass er nie die Ruhe finden würde, die er braucht, ein einsamer Wanderer auf den verschlung’nen Wegen, die niemals ein Ende zu haben scheinen, auf denen ein eiskalter Wind weht, der ihn immer weiter treibt, ihn dazu zwingt, das gesamte Land zu sehen, ob er es nun möchte oder nicht. – Und irgendwann, dann wird es kein Unentdecktes Land mehr geben, der tief versteckte Forscherdrang kann nicht mehr ausgelebt werden, alles wird ihm so vertraut sein. Und dann? Was soll er dann machen? – Wahrlich, dann wird der Tod ihm vielleicht willkommen sein, wenn er nicht von ebenjenen eisigen Wind dorthin getrieben wird. – Von der Quelle bis zur Mündung war sein Leben vielleicht sogar so vorherbestimmt? Einsam und allein, verlassen auf Lebzeiten.

Ein Husten, leis’ und zart, aber trotzdem wirkt es so, als wären Nägel in seine Brust geschlagen, zumindest raschelt so sein Atem danach, seine Lippen sind mit einer Spur von Blut geziert, irrwitzig sieht’s aus, verschlungene Muster, manchmal nur einzelne Tröpfchen. – Doch keineswegs hatte er sich übernommen in diesem Winter, hatte er doch schon so viele zuvor erlebt.. überlebt! – Doch die Erinnerungen, längst vergess’ne Momente haben sich dieses Jahr viel zu oft in seine Gedanke gezwängt, haben seine Psyche geschwächt, letztendlich auch seinen Körper… Selbstvorwürfe von fast verjährten Sachen, Angst und Furcht vor dem Hass der Götter, der noch folgen könnte, auch wenn er nie ein sehr gläubiger Junge war – Trotz der Jahrelangen Ausbildung auf der Domschule. "Generatio praeterit et generatio advenit, terra vero in aeternum stat." Generationen kommen und gehen, die Erde aber ist ewig. Leis murmelt er’s. Seit Ewigkeiten hatte er diese Sprache nicht mehr genutzt, doch kommt sie ihm grad so nah’ vor, wie nicht anderes, fast als wär’s seine Muttersprache. Doch seine Generation, Zumindest Familiär betrachtet war schon gegangen, warum hatte er seine eigene Generation überleben müssen? Die glasigen Augen schauen zu Alathes hinauf, wieder hustet er leis’, die arme schlingt er immer enger um den Körper um Schmerzen zu spüren, denn nur die Schmerzen sagen ihm, dass er noch am Leben ist und nicht schon längst verstorben. „Warum… Warum willst du mich in der Welt behalten? Ihr alle seid gegangen? Warum wird’ ich bestraft und muss… muss ohne euch hier bleiben?“

Langsam werden die von der Kälte steifen Finger ausgestreckt, auch wenn er zuerst ein paar Mal daneben greift, so hat er dann doch irgendwann die Kräuter in seiner Hand. Er führt sie an die Nase, reibt sie sogar zwischen den Händen kurz, dann atmet er einmal tief ein um den Geruch wahrzunehmen. – Die Augen hat geschlossen und irgendwie erinnert ihn die Zusammenstellung an den erdigen, angenehmen Geruch, den seine Mutter immer ausgeströmt hat, wenn sie im Kräutergarten war. Ein leises Seufzen dann, ohne vorwarnung, rollen ihm einige Tränen über das Gesicht. Es tut so weh an sie zu denken, an sie alle, an seine Familie. Er will wieder ihre nähe, ihre Wärme spüren. – Wieder der Blick zur ‚Schwester’ hinauf… „Ich will hier weg, es ist… so kalt… Mir ist so… kalt.“ haucht er leis’.

Skı Yàron am 7.4.10 20:32


Feuertanz

Wenn die Kraft eines Wandersmannes versiegt ist - Wenn nicht einmal mehr die Energie bleibt, um die Lider offen zu halten und halbwegs aufrecht stehen zu bleiben .. Dann ist's um dieses Wesen wirklich schlecht bestellt.. Denn welcher Mensch ist mit den Bedingungen der Welt besser vertraut und darauf eingestellt? Welcher Zeitgenosse hat mehr mitgemacht, weiß um die Bedingungen in der Natur besser Bescheid als ein solcher, der stets und ständig unterwegs ist? Der Körper ist an rastloses Dahinschreiten gewohnt, kann gar prächtig umgehen mit kürzeren Sprints, die einen schneller ans Ziel bringen - Um vor Heschern zu flüchten oder vielleicht einfach nur noch vor Sonnenuntergang die schäbige Schenke zu erreichen. Wind und Wetter haben ihm nichts an - Bis zu einem bestimmten Punkt, wie sich nun wohl am Beispiel beider Spielleut' festmachen lässt. Denn's Mischblut war auch noch verschnupft, kämpfte mit einer abklingenden Erkältung und dem linken Knöchel, der bei längerer, intensiverer Belastung weiterhin an die Katzenjagd erinnerte. Ansonten hat' man den Winter ganz gut überstanden - Trotz der Übernachtungen im Wald. Anders da der Pfeiffer, dem man sich nun gegenübersah und der so furchtbar mitgenommen wirkte, dass es ihr kalte Schauer über den Rücken jagte. Hilflosigkeit. Wieder ist man mit jener konfrontiert .. Doch endlich - endlich! - kennt man denjenigen .. Man weiß um seinen Charakter - In gewisser Hinsicht, denn ein Angehöriger des fahrenden Volks wusste einen and'ren bis zu einem gewissen Punkt einzuschätzen. Im Kern waren sie alle gleich, nicht wahr? Und so mag man keinerlei Zweifel hegen und die Frage, ob man nun helfen sollt' oder lieber so schnell wie nur möglich wieder das Weite suchte, stellte sich erst gar nicht.

Beinah' ohnmächtig beobachtete 's Gauklermädchen da erst aus der Ferne, wie's ihn aus der Vertikalen dahinraffte. Doch gerade jener Anblick beschleunigte alsdann die Schritte, mit denen man sich ihm näherte und auch's Mundwerk behielt man noch unter Kontrolle. Frei war's Köpfchen von bohrenden Fragen und beißender Neugierde - In diesem Falle sah man schlicht, was los war und dass sich alles auf den Winter schieben ließ. Der Kerl war wohl etwas zu optimistisch an die Jahreszeit herangegangen - ganz so, wie man selbst - und nun bekam er zum Schock beider die Quittung dafür. Ohne zu zögern ließ man sich vor ihm auf die Knie nieder, hockte sich seitlich der ausgestreckten Beine und ließ auch die Hand nicht mehr los, um die sich die warmen Fingerchen schlangen. Man wollt' den Halt geben, der scheinbar benötigt wurd' - Denn nichts and'res ließen sie die Worte schließen .. Unzusammenhängend, scheinbar im .. Fieberwahn. Rhianna? Wer war Rhianna? .. Eine verflossene Liebe? Eine Bekanntschaft auf der langen Reise, die das Spielmannsleben prägte? Oder - mehr? Gingen die Gedanken bis hin zur familiären Verbindung, zum Schwesterchen, das er hier scheinbar vor sich sah? Sofort gruben sich tiefe Falten des Nachsinnens in die blasse Stirn vom Mischblut - Man konnt' ihm doch die Illusion nicht nehmen, oder? Aber welch' Quäl wär's, wenn man nun in die Rolle schlüpfte, in der er sie bereits sah - Und sei's nur, um ihm über diese schweren Minuten hinweg zu helfen und seinen Geist zurück in die hiesige Welt zu holen.. Nein.. Die Entscheidung ist schnell gefällt, wenngleich innerlich Zweifel toben.

"Psst - Ruhig, Ský. Du darfst nicht reden, musst Kräfte sparen! .. Ich .. Ich bin hier, um Dir zu helfen .. Dich .. in dieser Welt zu behalten.." Man hät' sich loben können für den gefund'nen Kompromiss - Immerhin wurd' seine Vorstellung weder ausgehebelt noch bestätigt. Er konnt's Bild weiterhin so sehen, wie er's wollt' .. Wenn er denn Rhianna in ihr erkannte, dann sollt's zumindest für die kommenden Momente so sein. Die Seelensmaragde hatten derweil den verschwomm'nen Blick des Gegenübers gesucht - 's Funkeln mocht' doch helfen, ihm zu zeigen, dass alles um ihn herum noch lebendig war, nicht war? .. Dennoch zuckte da der zierliche Leib voll Unmut zusammen, als er weiter sinnierte .. Engel.. 's Näschen gerümpft, ließ sich das Unwohlsein kaum verstecken, aber .. Seine Sinne waren doch ohnehin vernebelt, nicht? .. So vergingen aber nur wenige Herzschläge, bis erneut Leben in den Gauklerleib kam und man mit der freien Hand unter dem neuen Mantel nach dem Inhalt eines Beutelchens nestelte - Um schließlich erstaunlich frische Kräuter hervorzuzaubern. "Hier .. Schau, das wird Dir helfen die Kälte zu bekämpfen und wieder einen klaren Gedanken zu fassen..", murmelte sie und hielt ihm das Grünzeug doch recht nah' vor die Nase - Einfach um zu verhindern, dass er gänzlich wegdriftete und sich gar nicht mehr in der Welt halten ließ. Denn einen and'ren Weg als die Kräuter wusst' man erstmal nicht, da man wohl kaum die Kraft aufbringen würd' ihn fortzutragen .. Und sei's nur als Stütze zu dienen - Ohne die Hilfe seinerseits gab's nur eine Alternative: Hier ausharren und dem eisigen Wind die Stirn bieten..

Alathes am 30.3.10 18:32


Der Freigeist

Die Wand ist die einz’ge Stütze, die er gerade noch hat… Weder seine Willenskraft noch seine Körperstärke ist noch wirklich anwesend… Doch er weiss, er darf die Augen nicht schließen, nicht bei dieser Kälte, nicht hier~ an der Stadtmauer Fargoth. Was man wohl denken wird, wenn hier eine Leiche gefunden wird? Ein obdachloser Spielmann…? Sicherlich würde man auch die anderen Gaukler und heimatlosen aus der Stadt verseuchen. Kein Herrscher sieht gern tote Menschen in seiner Stadt… Doch die Augen werden immer schwerer, es scheint ihm, als würden kleine Steine an den Wimpern hängen, die die Lider immer tiefer ziehen wollen, bis sie ganz geschlossen sind. – Wie von Sinnen öffnet er leicht die spröden, bläulich angelauf’nen Lippen um etwas zu Summen, doch verlässt kaum mehr als ein Röcheln, ein leises Husten, des Spielmanns Mundwerk. Hart schluckt er, als ihm bewusst wird, dass er nicht einmal mehr dazu imstande zu sein scheint. Panik breitet sich überall in seinem Körper aus… Er will nicht sterben… Noch nicht. Ist er doch noch in seinen besten Jahren, er hat noch etwas zu erledigen in dieser Welt, auch wenn er nur noch von der Rache, dem Abscheu gegenüber gewisser Menschen getrieben wird.

- Er stößt sich ab von der eisigen Steinwand, tappst ein paar Schritte nach vorne, doch kippt er sehr schnell wieder nach hinten um… Doch lässt er sich an der Wand nach unten rutschen, als auch schon die Stimme an sein Ohr dringt… Doch wirkt es eher wie ein ferner Windhauch, der ihm etwas zuflüstern will… Es klingt, als würd’ Rhianna, seine vor 3 Jahren verstorb’ne Schwester wieder zu ihm sprechen, als würd’ sie ihn holen wollen zu sich und den anderen Geschwistern. – Doch das Alathes, die Bekannte von seinem ersten Tage in der Stadt, nun vor ihm steht, dass bemerkt er nicht mehr… Die trüben Augen schauen zwar auf, mustern die Umgebung, doch er nimmt nichts mehr wirklich wahr. – Aber möchte er wirklich noch wach bleiben? Wäre es nicht viel besser, wenn er einfach einschlafen würde? – Der Sack mit den Instrumenten wird ihm aus den Händen genommen, dann sackt er endgültig in sich zusammen, er schaut leicht nach oben, dort wo die liebliche Stimme her kommt, doch statt den Windhauch zu sehen, sieht er jemand’ anderen… Die so lang vermisste Schwester.

Ein seliges Lächeln liegt auf seinen Zügen, dann beginnt er leis’ zu Schluchzen, die tränen rinnen über seine Wange… „Rhianna!“ haucht er leis’ und streckt eine Hand nach oben zu ihr aus um sie zu berühren, sie noch einmal zu fühlen… - Dann wendet er den Blick ab, starrt auf den Boden, den Schnee, der nun überall um ihn herum zu schmelzen beginnt. „Ja… Ich.. Ich höre dich… - Warum… Warum bist du hier, Rhianna? Du bist doch… tot… Oder bin ich selber gestorben… tot? Bist du hier, um.. um mich zu holen?“ fragt er leis’. „Zu holen in… deine Welt? … Ramius Welt?“  - Immer schwächer wird die Stimme zum Ende zu, die sonst so glänzenden Augen wirken stumpf, ermattet, als wär’ jegliches Feuer erlicht, dass jemals darin gebrannt hat? Nun, wer weiss…

Die Züge im Gesicht wirken geglättet, ruhig und friedlich, als der Windhauch seine Hand nimmt, doch die Worte dringen nicht mehr wirklich an sein Ohr… Es gibt so viele Worte, die versuchen sich über die Lippen des Freigeists zu drängen, doch keins davon schafft dies… Er möchte erzählen, über seine letzten Jahre, möchte ihr sagen, was er erlebt hat, was er so getan hat, doch nebst einem Husten, drängt sich dann doch eine Frage über die Lippen… „Oder… Du bist gar nicht bei... bei Ramius… oder? – Du bist... ein Engel… Du warst schon immer einer. Mein… Mein Engel.“ Seine Schwester war sein ein und alles, er hätte sein Leben für sie gegeben, war es doch so unrecht, dass sie vor ihm gehen musste… Er ist allein, er hat keine Familie mehr… Weder seine Schwester, noch die and’ren Geschwister… Weder Mutter noch Vater, die jemals auf ihn aufgepasst haben. Die große weite Welt ist sein zu Hause geworden, weil niemand and’res ihn so geliebt hat, wie der Wind, der ihn weitergetrieben hat und die Musik, die ihm all’ seine Sorgen und Nöte genommen hat. – Er selbst merkt die Kälte gar nicht mehr, versteht die Worte des Windhauchs auch nicht wirklich… - Fast scheint’s ihm so, als würde die Sonne scheinen, als würde er endlich in der Geborgenheit sein, wo er immer hinwollt’.

Skı Yàron am 22.3.10 20:34


Feuertanz

Neckend zupfen die Böen an den roten Haaren, tragen einen Hauch von Verwegenheit mit sich und jagen nicht zuletzt eine Gänsehaut über den Leib des Gauklermädchens, das es sie erschaudern lässt. Doch ist's ausnahmsweise nicht der Kälte wegen, sondern aufgrund der Gefühle, die sich dort plötzlich zwischen Kopf und Herzchen treffen. Die Äuglein fixieren noch immer das Stadttor, die dahinterliegenden Bäume - und vielleicht auch aus dem Seitenwinkel schon den Spielmann. Ob's der Grund für den unerwarteten Anflug der Nostalgie ist? Der Frühling naht - zwar leis' und schleichend, aber wenn man alle Sinne anspannte, dann konnt' man's spüren .. Was nichts and'res bedeutete, als dass 's Mischblut seit fast einem halben Dutzend Mondumläufen innerhalb dieser Stadtmauern weilte. Mal mehr, mal weniger, aber - Zumindest so, dass Fargoth immer in erreichbarer Nähe war. Ein leises Schnaufen entfuhr dem jungen Ding, ließ sie sodann sacht 's Köpfchen schütteln. Der Tag war zu trist, zu winterlich, um sich diesem Optimismus hinzugeben - Man wollt' lieber noch etwas schaffen, sich noch etwas umschauen und zusehen, dass die verfügbare geistige Energie für's Wichtige verwendet wurd' - Nämlich für's Revanchieren am Rotschopf.

Man wär' also im Begriff gewesen, sich erneut abzuwenden, fort vom Tor, dem Wald, der Natur und all jenem, was nur dauerhaft ablenkte - Doch 's Unterbewusstsein spielte einmal mehr Streiche. Die Stirn ist in schmale Fältchen gelegt, zeugt von der Skepsis und diesem Rumoren in der Magengegend, das sich nicht so recht zuordnen lässt - während die Seelensmaragde blinzelnd etwas zu fixieren versuchen. Eine Hand rutscht aus der Tasche, streicht die roten Strähnen aus dem Sichtfeld und landet doch wieder im Warmen. 's Warme.. Unwohlsein zuckt über's Halbelfenantlitz, paart sich mit Unentschlossenheit und dem Schock über die Erkenntnis, wie gern man sich jetzt wieder am warmen Kaminfeuer sehe - Doch 's Ego spielte nicht mit. Man konnt' sich schlecht ins gemacht Nest setzen, dass war eine Eigenschaft, die mit der eig'nen Philosophie weder jetzt noch irgendwann Hand in Hand ginge.. Also schlug man sich wieder allein durch und würd' warten, bis der Kerl etwas von sich hören ließ - was zweifelsohne der Fall wär', konnt' man dem inn'ren Stimmchen glauben schenken. Jenes war's auch, dass einen erneut irritiert zur Stadtmauer schauen ließ - Zwei, drei Herzschläge vergingen noch, bis die Bilder in den Hirnwindungen endlich verarbeitet waren und ein erschrock'ner Aufschrei nur mühsam unterdrückt werden konnt'. Man kannte diesen Aufzug, die Kleidung - Selbst wenn der and're noch einige Meter entfernt war und das Flimmern des Wintertages zwischen ihnen lag. Er hat' einen bleibenden Eindruck hinterlassen: War der Spielmann doch der erste gewesen, der sie seit langem einmal wieder zum Singen bewogen hat'. Nein .. Zum öffentlichen Singen und Tanzen, dem unvoreingenomm'nen Wirbeln über den Platz, gedankenlos und einzig mit diesem Lächeln auf den Lippen, das die Augen zum Leuchten brachte und vom Mischblut zur Zuschauerschar überspringen sollt'.

Nun aber lag Eile in den Seelensmaragden und ohne zu zögern - oder auf die verdutzten Blicke der Stadtwachen zu achten - eilte 's Gauklermädchen los, dem and'ren entgegen, dem's so offensichtlich schlecht ging. Nebensächlich war da 's erneute Ziepen im Knöchel, der 's Gewicht nicht so schnell, so ruckartig tragen wollt' und doch an dieser Stelle kein Vetorecht hat'. So war's immer .. 's eig'ne Wohl trat in den Hintergrund, sobald's jemand bekanntem so deutlich schlechter ging - Und der and're sah so aus, als würd' er sich kaum noch auf den Beinen halten können. "He! .. Du musst wach bleiben!", erklingt's da in gedämpftem Tonfall, aber doch noch laut und verständlich genug, damit's zumindest bis zu seinen Ohren durchdringen konnt'. Hieß's nicht, dass .. Reden half? Dass man mit allen Mitteln versuchen musst', den Erschöpftem vom Einschlafen abzuhalten? Denn ein unbedachtes Augenschließen konnt' den Tod bedeuten - Schneller und stiller, als man es sich jemals vorstellen konnt'. "Ský .. Hörst Du mich?" Besorgter nun die Stimme, während man beim Angesproch'nen angelangt ist und gleich nach den Instrumenten greift, die sich dort mit dem Schnee vollsaugen wollen - bevor die and're Hand kurzentschlossen eine des Gegenübers packt .. Und erschrocken zusammenzuckt ob der Kälte, die von fremden Fingern ausgeht. Beinah' gehetzt legen sich die Äuglein auf das Gesicht des Spielmanns, die müden Züge, die geschloss'nen Lider - Doch anders als mit Worten und der Berührung mag noch nicht geholfen werden: "Verdammt .. Du bist eiskalt .."

Alathes am 22.3.10 19:16


Freigeist

Kalter Wind zerzaust die schmutz’gen, vollkommen durchnässten Gewänder, die eng an der Haut des Mannes kleben, der sich durch das Dickicht des finst’ren Waldes rund um die Stadt schlägt… Eng sind die Arme um den Leib geschlungen, durchgefroren und abgemagert wirkt der ganze Körper. – Der Winter hat dem Spielmann hart zugesetzt. Viel zu selten hat er es in dieser Stadt geschafft, zu spielen um sich sein tägliches Brot zu verdienen… Und so gab’s halt kein Brot. Er weiss nicht, wie lang’ er es so hält, täglich in den Wald zu gehen, doch auch dort findet sich nichts Nahrhaftes mehr. Ein paar Nüsse, die die Eichhörnchen vergraben hatten, hatte er zwar täglich gefunden, doch nie ist er wirklich satt geworden…

Der Spielmann hat halt nicht das Glück gehabt, Gönner zu haben, die ihm eine Unterkunft gewährten. Sein Geld war aufgebracht, seine Instrumente kaum zu benutzen, dazu gab’s doch sowieso niemanden, der ihn zuhören würde. – Ach wie er diese Jahreszeit hasst. Er will, dass wieder Frühling wird, gar Sommer, wo man ungestört durch die Landen ziehen kann, hier spielen kann, mal dort spielen kann… Und man hat immer genug Geld in den Taschen. Doch diesmal hat er’s wahrlich versäumt, sich eine Unterkunft zu suchen. Zwar gibt’s in der Nähe der Stadtmauer, in der entgegen gesetzten Richtung aus der der Feuertanz kommt, außerhalb natürlich, eine kleine Hütte aus Holz. Auch wenn’s dort etwas zieht, so hat er dort einen Unterschlupf gefunden… - Ein paar and’re Wesen der Stadt kommen ebenfalls dorthin, meistens Bettler, doch er wurde aufgenommen. Sie sitzen dann um das Feuer herum, doch niemals ist ihm wirklich warm geworden, viel zu tief sitzt die Kälte in seinem Körper fest… - Doch er hatt’ sich rausgetraut aus dem Unterschlupf, sich irgendwie bewegen, denn wenn man den ganzen Tag nur in der Hütte sitzt, so ist das auch nicht wirklich praktisch… Doch das schlimmste für den Mann ist’s eigentlich, dass er sich eine Erkältung zugezogen hat, die ihm nun ziemlich zusetzt… Seine Nase leuchtet ziemlich rot, da er behelfsmäßig sich ein Stück seiner Hose abgeschnitten hat und dies nun als Taschentuch benutzt, doch das ist ein grober Stoff

Eine Hand an der Wand, damit sein Körper nicht in Versuchung gerät umzukippen, schleicht er sich dort entlang, gerade auf das Stadttor zu. – Auch wenn er es selbst sicherlich nicht einsehen will, diesen Winter hat’s ihn ganz schön erwischt. Doch wenn er sich jetzt irgendwo ruhig hinsetzt und versucht die Krankheit auszukurieren, dann würde nur der Tod seine eisig kalten Hände nach dem ausstrecken und ihn nicht mehr loslassen. Zu oft geschieht’s doch, dass Obdachlose wie er auf der Straße erfrieren, doch das möchte er nicht, auch wenn er… Ja, wenn er dann endlich Rhianna wiedersehen könnte. – Die Umgebung verwischt vollkommen vor den Augen des Spielers, er nimmt sie gar nicht mehr wirklich wahr, achtet auf rein gar nichts. Den Sack mit den Instrumenten hat er wie immer bei sich, sie sind seine Schätze, die er hütet wie nichts anderes. Nur seine Schwester hätte er so beschützt, doch sie mit einem Instrument zu vergleichen ist unter ihrer Würde, war sie dann doch viel wertvoller.

Langsam fallen ihm die Augen zu, er taumelt kurz, schafft es jedoch sich noch rechtzeitig an die Wand zu lehnen um dort den nötigen Halt zu suchen… Der Sack mit den Instrumenten rutscht ihm aus der Hand, landet jedoch verhältnismäßig weich, da er durch eine dicke Schicht Schnee gestapft ist. Ein Husten, dass seinen ganzen Körper durchrüttelt, man kann’s sicherlich bis hin zum Stadttor hören, liegt das doch mittlerweile im Blickfeld des Spielmanns…

Skı Yàron am 12.3.10 17:43


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