Gauklerspiele
Feuertanz

Bisher hatte man noch keine Falten davon getragen - Wenngleich sie sich oft sorgte. Viel zu selten um sich selbst, denn viel mehr um die Menschen in ihrer Umgebung. Und dies insbesond're, wenn's sich dabei um Wesen handelte, die einen ähnlichen Lebenspfad beschritten. Beim Pfeiffer war dies der Fall, weshalb es komplett außer Frage stand, dass sie ihn nun allein ließ. Nein, man blieb an seiner Seite, solange es notwendig war. Nur um die nötigen Dinge, die seine Gesundheit förderten, zu besorgen, würd' sie das Zimmer verlassen. Für nichts and'res, da konnte er sein schlechtes Gewissen noch so sehr an den Tag legen, wie er wollte. Man war in dieser Hinsicht sehr stur und außerdem mehr als dankbar über diese Aufgabe, die sich ihr bot. Sie lenkte von anderen Dingen ab, die ihr auf unangenehme Weise im Köpfchen herumspukten. Hinzu kam, dass man sich lange nicht mehr mit jemandem vom fahrenden Volk beschäftigt hatte und diese Begegnung deshalb vielleicht als .. Chance ansah? Ein warmes Lächeln wird ihm daher geschenkt, als er sie zurückhält und und sich bedankt. Schweigen ist jedoch ihre Antwort, denn erst musste sich um die Mahlzeit gekümmert werden, die bereits vor einiger Zeit in der Küche bestellt worden war.

Deshalb dauerte es auch nicht lange, bis die Rothaarige zurückkehrte und sich der Duft heißer Kräuter im Raum verbreitete. Natürlich durfte man nun kein Festmahl erwarten - Für eine solche Unterkunft hatte das Gold leider nicht gereicht. Dennoch drehte einem der Geruch nicht gleich den Magen um und deshalb hoffte sie, dass es ihm durchaus munden würd' - Und vor allem half! Kommentarlos stellte sie die Schale auf dem kleinen Nachttischchen ab, bevor sie sich ungefragt erneut auf der Bettkante niederließ. Sollte er ein Problem damit haben, würd' sie sich auch einen Stuhl heranholen .. So aber nutzte man die Möglichkeit, ihm so nah wie möglich eine Stütze zu sein und vielleicht noch mit der eig'nen Körperwärme ein wenig helfen zu können. Zu einem Schmunzeln hoben sich daher die Mundwinkel empor und ein kurzes Nicken brachte die rote Mähne zum Wippen. "Also reicht's Gold auch Dir nicht für eine Taverne? Oder Zelte?" Anfänglich etwas zögernd ist das Nachfragen, bevor auch's Mischblut endgültig aufzutauen scheint. "In solchen haben wir immer gehaust.. Mühsam zusammengespart und geflickt an allen Ecken und Enden. Sie sind die einfachste Lösung, wenn man vom Wind getragen wird!" Ein verträumter Ausdruck trat in die Seelenspiegel, während sie die Stimme senkte und sich sodann einige Momente des Schweigens gönnte. Ruhig ging der Atem, wenngleich das Köpfchen damit drohte, Erinnerungen auszupacken, mit denen man sich keineswegs jetzt herumquälen wollt'. Schon gar nicht, da so langsam aber sicher die Möglichkeit der Bekanntschaft zum Anderen erkannt wird. Daher ist man umso überraschter, als er seine Schuld ihr gegenüber anspricht. Sanft wird daraufhin der Ausdruck auf den Halbelfenzüge und eine Wärme erfasst die Äuglein, die diese gar zum Funkeln bringt. "Indem Du gesund wirst. Mehr will ich gar nicht!" Ehrlichkeit schwingt in den Worten mit, denn die Selbstlosigkeit ist nicht nur geheuchelt. Sie stand wirklich dazu - Und hatte doch noch einen Nachsatz, der mit keckem Glucksen nachgeschoben wird: "Und vielleicht könnten wir beizeiten ein weit'res Mal die Marktbevölkerung erheitern. Ich mag die Gegend.. Fargoth ist -" - Hier gibt's jemanden, der mich bindet.. - "..anders. Ich denke, hier ließe es sich länger aushalten und Du könntest mir dabei helfen, mir einen Namen zu machen. Damit ich meine Brüder und Schwestern fortan gleich in einem Lager begrüßen kann und sie nicht in bitterster Kälte an den Stadtmauern aufsammeln muss." Ein Zwinkern begleitete die Worte, während sie nun erneut nach der Suppenschüssel griff und sie ihm hinhielt.

5.9.10 23:15
 
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